anders...anders...anders
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Disco Live
  Pictures of me
  Urlaubfriends
  Punkstory
  ~~||Alk||~~
  look!
  Warsteinlieder
  Hosen
  three
  Ecke
  Eine Seite für meine 3
  Gästebuch
  Kontakt

   Marv's Blog
   Simon's Blog
   Anabel's BLog
   Carina'S Blog
   Matthias's Blog
   Mischel's Blog
   Christinas Blog
   Nico's Blog
   Janni's Blog
   Laura's Blog
   Theo's Blog
   Marie's Blog

http://myblog.de/lisabell

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ich finde die geschichte einfach Geil lest einfach mal...is sehr lang...gibt bald noch mehr infos dazu:

Story
Die Leute mochten mich in meiner Jugend nicht. Alle schauten mich komisch an. Sie lachten über mich, weil ich anders war. Ich lachte über sie, weil sie gleich waren. Wir waren einfach nur Punks!

Unser Leben

„Halt deine Fresse“ schrie Igor. „Haut verdammt noch mal dein Maul. So was wie dich brauchen wir hier nicht.“ Sein roter Iro glänzte im Mondschein. Vor ihm stand ein Hip Hopper. Mit voller Wucht holte Igor aus und verpasste dem Hopper eine bevor er auch nur was sagen konnte. Man sah wie langsam Blut aus seiner Nase tropfte. Wimmernd zog der Hopper sich zurück. Er zog die Kappe in sein Gesicht. Sie hatte die Aufschrift „50 Cent“. So wirklich wusste niemand von uns was dies zu bedeuten hatte. Wir wollte mit so einem Scheiß halt nichts zu tun haben. HipHopper waren für uns so zu sagen der Dreck auf der Straße den man nur mit einem Schaber entfernen konnte. Wie der Name schon sagt hörten sie HipHop und nannten sich selbst Gangster. Für uns war diese Szene einfach nur Krank. So richtig Sinnlos. Die waren noch gewalttätiger als wir, also mussten wir gegen die in den Krieg ziehen. Die Neonazis konnten wir verstehen. Es gab keine andere Szene für die. In keine andere Szene hätten solche hirnkranken Leute gepasst. „Lass dich hier nie wieder blicken“ schrie Igor mit voller Stimme und stolperte gleichzeitig über mein Bein. „Spasti“ sagte er. Mit mühe richtete ich mich auf. Ein Durstgefühl überkam mich. Ich nahm den letzten Schluck aus dem Bier mit dem ich eingeschlafen war. „Ich mag dich auch Igor“ sagte ich. Für mich war er einfach nur ein gewaltsüchtiger erbärmlicher dicker Junge mit rotem Iro und breiten Schultern. Immer wenn er Sprach kam nur Scheiß aus seinem Mund. Deshalb fanden wir es wunderschön wenn er seine Pillen schluckte und nicht mehr sprechen wollte. Ich glaube auch dass er der einzige war den man von uns als kriminell bezeichnen konnte. Ein bisschen kriminell waren wir aber alle. Aber das mussten wir sein um überleben zu können. Nur ein paar Diebstähle. Weiter nichts. Ok, Überfälle kamen auch mal vor. Aber was sollte man anderes tun wenn man freiwillig obdachlos war? Ich roch einen süßlichen Geruch. Verwirrt schaute ich mich um. Doch es war schwierig etwas zu erkennen. Ich war bis kurz vor einer Alkoholvergiftung besoffen. Ein Drang zu lachen überkam mich. Lauthals lachte ich. Über 3 Minuten lang bis mich dann mein plötzliches Übergeben am Lachen hinderte. Mir ging es richtig schlecht. Aber das war für mich schon die Gewohnheit. Mir ging es an guten Tagen immer so. Mein Traum war ziemlich merkwürdig. Ich träumte von einem Hopper der mir 100 € schenkte. Aus Prinzip schlug ich ihn dann natürlich erst einmal auf die Nase. Die Nase war ja auch am einfachsten zu treffen. Mit den 100 € ging ich dann zu Matze um ihn diese zu schenken. „Freak“ sagte Matze und klatschte mir ins Gesicht. Und noch einmal. Und wieder… Ich machte meine Augen auf und über mir kniete Matze, der zum erneuten Klatsch ausholte. Mit einem Ruck richtete ich mich auf. Er fiel hinunter und knallte mit dem Kopf gegen den Cola-Automaten. Es gab ein dumpfes Geräusch und er lag auf dem Boden.

Das Spiel mit dem Leben

„Ich sterbe“ sagte er mit leiser Stimme. Eine alte Frau an Gleis 12 erschrak. Matze blickte böse zu mir auf. Sein böses Gesicht entwickelte sich schnell zu einem breiten Grinsen. Wir fingen beide an zu lachen. Matze war einer der Spezialisten unter uns. Lackierte Fingernägel, schwarz gefärbte Haare bis zu den Augen, holländische Jacke und eine eigene Kreation einer Hose. Die Hose war ein Kunstwerk. Vorne war sie eine zerrissene Jeans und hinten war sie mit Schottenrockstoff benäht. Igor war verschwunden, wahrscheinlich hatte er Hunger. So wie immer. Der Rest war diese Nacht auf einem Konzert. Nach einem lang gezogenen Gähnen richtete ich mich auf und half Matze auf die Beine. Plötzlich kamen die Bahnhofs-Aufseher. Matze gab einen lauten Rülpser von sich. Beide Männer in blauen Hemden schauten ihn an. Nachdem sie sein Erscheinungsbild wahr nahmen wurden deren grässliche Aufpasser-Gesichter zu Gesichtern zweier bösartiger Fleisch fressender Ochsen die uns verspeisen wollten. Ich setze ein hinterlistiges lächeln auf und Matze und ich wussten sofort was zu tun war. Matze öffnete ein Bier nahm einen großen Schluck und gab mir die Flasche. Ich tat das Selbe. Unauffällig näherten wir uns den Blauhemdigen. Als wir nah genug dran waren spuckten wir sie mit unserem Bier im Mund von oben bis untern voll. Das war besonders spaßig, weil die blauen Hemden sich dann immer grün färbten. So schnelle wir konnten rannten wir Richtung Gleis 2. Auf dem Weg rannten wir aus versehen einen Mann mit einer Einkaufstasche um. Lebensmittel flogen durch die ganze Empfangshalle. Aber wir hatten keine Zeit um darüber auch noch zu lachen weil die 2 lustigen Kerle immer noch mit wilden Rufen hintern uns her rannten. Kurz vor Gleis 2 rannten wir plötzlich einen Gabba um, welcher uns dann auch noch verfolgte. Nun ging es die Treppe an Gleis 2 hoch. Dann der Sprung aufs Gleis und das Gleis entlang. Ich fing an zu hecheln. Meine Raucherlunge plagte mich. Matze hatte damit keine Probleme, schließlich war er Nichtraucher. Zwar ungewöhnlich für einen Punk aber immer noch lustig. Wir rannten weiter bis wir sie endlich abgehängt hatten. Ruhig gingen wir weiter die Schienen entlang um nicht wegen unserem Kreislauf direkt um zu fallen. Matze fing lauthals an zu lachen. „Warum lachst du?“ fragte ich ihn. Er wollte anfangen zu erklären aber seine Erklärung war nicht zu verstehen weil sie eigentlich auch nur aus lautem Gelächter bestand. Nur einiger Zeit war es mir schon relativ egal. „Ui! Das war zu geil.“ Sagte Matze. Verwundert schaute ich ihn an. „Hast du die fresse von dem Gabba gesehen?“ Wieder fing er an zu lachen. „Hast du die fresse gesehen?“ „Nö. War halt n Gabba.“ Antwortete ich. „Junge ich sag dir das war 100% Jochen!“ meinte er darauf. „Jochen? Wer ist Jochen?“… „Na unser alter Klassenlehrer.“ Verdutzt schaute ich Matze an. „Das kann doch gar nicht sein.“ „Doch, der war das auf jeden Fall“. Ich fing jetzt auch an zu lachen. „Trottel, du bist echt n Freak.“ Matze gab darauf hin nur ein knappes kurzes „Ja“ von sich.

Der Schulhof

Auf dem weg überlegten wir uns zum Hauptschulhof zu gehen. Das war so ein Treffpunkt von uns Punkern. Immerhin war es ja jetzt schon wieder nach 11 Uhr, also Zeit für die erste Bierbong. Unsere traditionelle Bierbong war der kleine Schützling von Lutz. Wenn diese nicht genutzt wurde trug Lutz sie um den Hals. Aber ihm stand sie auch am besten. Sie passte gut zu seinen langen Dreadlocks, die er immer zu einem Zopf zusammen band. Am Schulhof angekommen schauten wir uns um. Doch es war niemand zu sehen. Matze lief zur Tischtennisplatte, auf der wir sonst öfters saßen und gab ihr einen Kuss mit den Worten: „Oh du meine heilige Platte. Trugst mich immer in besoffenen zuständen.“ „Das wird die auch noch öfters tun.“ Sagte ich. Wir legten uns beide auf die Platte und schauten in den Himmel. „Weißt du eigentlich warum die Vögel fliegen können?“ fragte Matze. Seine Frage wurde von einem lauten Schnarchen unterbrochen. Ich richtete mich auf. Matze schloss die Augen. „Ja, Ja. Die Vögel.“ Murmelte Matze. Das Schnarchen war immer noch zu hören. Ich schaute unter die Platte. Dort lag Obi tief im Schlaf. Ich ging in die Knie um ihn zu wecken. Plötzlich hörte ich einen lauten Knall. Rasch schaute ich zurück. Doch ich sah nichts. Es knallte wieder. Ich stand langsam auf und schaute mich um. Um die Ecke am anderen Ende vom Schulhof kam jemand. Er hielt die Hand in die Luft. Als er näher kam erkannte man, dass er eine Waffe in der Hand hielt. Es war Igor. Er kam mit einem Angst einflößenden Lächeln auf mich zu. „Ja die Vögel vögeln“ hörte man von Matze, der im Halbschlaf lag. Ich ging langsam zurück. Igor war einfach zu verrückt. Dem war alles zu zu trauen. Ich hatte keine Lust erschossen zu werden. Nun stand er vor mir und richtete die Knarre auf mich. „Mach keinen Scheiß“ sagte ich ängstlich. Igor fing an zu lachen. „Warum denn? Willst du noch nicht sterben? Hast du Angst vor mir?“ meinte er. „Verpiss dich du Peniskopf“ sagte ich. Er senkte die Waffe und lachte. Ich fühlte mich erleichtert. „Woher hast du die?“ fragte ich. „Darf ich dir leider nicht sagen.“ Antwortete er.

Hausrocking

Gegen 15 Uhr kamen dann auch schon die anderen. Nun waren wir alle zusammen. Matze, Lydia, Igor, Jan, Lutz, Lena, Obi und ich. „Was machen wir denn heute?“ fragte Matze. „Bei Ruschau ist ne Party. „Allet klar, Hausrocking heute!“ sagte Obi. Ruschau war ein Außenseiter. Er passte sich an die Musik an die andere hörten und war für uns nur ein „scheiß Kapitalist“. Der hatte immer Geld, verarschte alle und niemand konnte ihn wegen seine egoistischen Art so richtig leiden. Außer mir. Ich kam mit den meisten Leuten klar. Außer Hoppern natürlich. Seine egoistische Art störte mich trotzdem. Und sehr oft ging er mir einfach nur auf den Sack. Aber trotzdem konnte ich ihn leiden. Warum weiß ich auch nicht. Also waren unsere Absichten klar. Wir sollten also nun den Abend bei Ruschau verbringen und sein Haus plündern. Das war schließlich auch berechtigt. Robin Hood klaute auch von den Reichen und gab es den Armen. Also war das nicht falsch in unseren Augen. Auf dem weg zu Ruschau trafen wir noch meine Cousine Sandra. So was wie sie nannten wir Trendfotze. Wir waren fast gegen alles, also gehörte der Trend natürlich auch dazu. Um uns nicht weiter mit Trendfotzen zu beschäftigen gingen wir nach ein paar Worten auch direkt weiter. Auf dem Weg fragte ich mich ob meine Freundin auch dort auftauchen würde. Ja, ich hatte eine Freundin. Aber als Punk konnte man nicht sagen das es was Richtiges war. War es auch nicht. Man hatte die Pflicht fremd zu gehen damit man sich selbst den Ruf nicht kaputt macht. Also tat ich das des Öfteren. Meine Freundin hieß Lara. Bei Ruschau standen wir also nun. Vor seiner großen massiven Holztür mit teuren Verzierungen. Die Klingel ertönte. Sie spielte die deutsche Nationalhymne. Jan sang lauthals mit. Alle schauten ihn verwundert an. Wir waren doch schließlich gegen Deutschland und wollten das Regierungssystem zerstören. Ruschau öffnete die Tür. So wie er halt war packte er erst einmal Jeden irgendwo hin. Obi an den Penis. Aber es störte ihn kaum. Obi war immer alles scheiß egal. Als wir rein kamen waren schon zahlreiche andere Leute dort. Wir stürzten direkt in dich Küche, welche luxuriös ausgestattet war und bedienten uns erst einmal. Unsere Ernährung war nun wieder für 2 Tage gedeckt. Nun stand uns nichts mehr im weg den Schnapsschrank zu öffnen. Lutz füllte sich direkt eine Bierbong mit feinstem Ouzo. Ich fand den Kerl unglaublich, der konnte trinken wie ein Loch. Nach der 5ten Schnapsbong verschwand er aber doch für den Rest des Abends im Garten um sich zu übergeben. Ich ging durch die Runde und grüßte die Leute, die ich in meinem Rausch noch wahrnahm. Ich ging die Treppe runter um in den Garten zu gelangen und hörte schon auf dem Weg meine Partnerin lachen. Aus dem Haus ertönte lauter Punk-Rock. Unten angekommen sah ich Lutz auf einer goldenen Bank. Um die Bank herum war eine Fütze mit Erbrochenem. Unter einem Vordach saß meine Sexpartnerin auf einem Kerl während sie in leidenschaftlich küsste. Ich ging mit schnellem Schritt auf sie zu. Der Kerl schaute mich an. Nun erkannte ich ihn. Es war Traum. Alle nannten ihn Traum, weil er genau so wie ich, Daniel hieß. Ich stolperte über meine abgewetzten Schnürsenkel und beide fingen an zu lachen. Nach einigen Sekunden musste ich mit lachen. „Ich leih mir deine Freundin ist das ok?“ fragte Traum. „Kommt drauf an. Was leihst du mir denn als Gegenleistung?“ antwortete ich. „Nimm das.“ Er nahm meine Hand und drückte mir etwas Marihuana hinein. Ich nickte dankbar und wünschte beiden noch viel Spaß. Als Punk musste es mir egal sein was meine Freundin macht. Ein bisschen störte es mich schon. Aber der Rausch den ich auslebte machte mich wieder für diesen Abend glücklich. Ich legte mich auf die große Wiese und beobachtete den Himmel. Die Nacht war sehr klar. Jeder Stern war zu erkennen. Mein Joint glühte im Wind. Ich beobachtete weiter den Himmel. Ein Stern funkelte besonders stark. Als Kind zeigte mir mein Vater auch einst diesen Stern. Er saß mit mir auf dem Balkon und brachte mir Gitarre spielen bei. Wir sangen zusammen Lieder und lachten viel. Eine Träne kullerte an meiner Wange hinunter. Knapp 2 Jahre war ich nun nicht zuhause. Tief in uns hatten wir sicherlich alle etwas Sehnsucht. Aus dem Haus war ein Lied zu hören, welches ich öfter mit meinem Vater spielte. Es hieß Boys Don´t Cry. Erneut kullerte eine Träne meine Wange hinunter. Es sah so aus als würde der Stern zur Musik funkeln. Ich dachte an den Tag als ich meinen Vater in der Stadt traf. Das war vor ungefähr einem Monat. Aber er beachtete mich nicht. Ich weiß nicht ob er mich nicht erkennen wollte oder mich nicht erkannt hat. Im Inneren dachte ich jeden Tag daran zurück. Mich belastete ein Gefühl der Trauer welches mich in einen Abgrund stürzte. Ich fiel immer tiefer landete aber nicht. Die Landung war nur durch ein Wunder zu verhindern. Meine Tränen bringen mir auch nichts dachte ich mir. Doch ich konnte es nicht stoppen. Ich nahm den letzten Zug meines Joints und fragte mich was es mir brachte Drogen zu mir zu nehmen. War es schon Sucht? Wollte ich so vergessen können? Oder war es einfach nur eine Beschäftigung? Plötzlich hörte man ein lautes Klirren. Ich setzte mich auf und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. Ich kehrte zurück zum Haus. Vorm Fenster stand Igor mit einem Holzbalken in der Hand. Sein Lachen übertönte die Musik. Ich rannte auf ihn los und warf ihn auf den Boden. „Bist du bekloppt“ schrie ich. „Bist du dir im Klaren was du da tust?“ „Komm mal wieder runter“ sagte er. Ich ging in die Wohnung. Dort war alles verwüstet. Igor lief hinter mir her. Er gab mir einen heftigen Ruck und ich fiel in die Glasvitrine von Ruschaus Vater, in der er seine wertvolle Plattensammlung verwahrte. Das Glas zersplitterte und riss mir überall die Haut auf. Auf dem Boden liegend öffnete ich meine Augen. Igor stand mit offenem Mund da. Er sagte nichts. Stand einfach nur da und bekam den Mund nicht zu. Das Blut tropfte mir am Ellebogen runter. Igor rannte weg. Ich merkte, dass neben mir Ruschau lag. Sabber tropfte aus seinem Mund. Der hat den Arsch voll dachte ich mir. Ich richtete mich auf. Schmerzerfüllt lief ich durch die menschenleere Wohnung auf der suche nach einem Verband. Das Blut tropfte nun Tropfen für Tropfen an meinen Händen herunter. Ich taumelte in Richtung Badezimmer und tropfte die weißen Fliesen voll. An der Wand hing ein großer Schrank. Zitternd öffnete ich diesen. Nach einigem Suchen fand ich einen Verband mit dem ich mich notdürftig verarztete. Der Verband reichte gerade so aus um mich zu verbinden. Plötzlich knallte hinter mir die Tür zu. Im Spiegel sah ich, dass noch eine Person im Raum war. Ich drehte mich um und erschrak. Es war Ruschaus Vater, der mich böse anstarrte. Er ging langsam auf mich zu, ballte dabei seine Hände zu Fäusten und fing leicht an zu zittern. Sein Blick wurde immer Hass erfüllter. Klatsch! Ich hatte die erste Faust im Gesicht. Ich viel zu Boden. Er packte mich und zerrte mich zur Haustür. Meine Wange schmerzte. Ich fühlte mich wie ein Ruin. Ich war ein Ruin wollte es aber nicht wirklich wahr haben. Der stämmige Mann schubste mich auf die Straße. Es war ca. 3 Uhr, also war es fast unmöglich, dass ein Auto durch die reiche Wohnsiedlung fuhr. Es schien als wäre Ruschaus Vater verschwunden. Ich stand auf. Das Blut drang durch meinen Verband. Ich machte mich auf den Weg zu einem Schlafplatz. Mein ganzer Körper schmerzte. Ich war nicht in der Lage mich schnell zu bewegen, also blieb mir nichts anderes über als mich mit kleinen Schritten fort zu bewegen. Mir wurde schwindelig. Mein Tempo verlangsamte sich noch mehr. Ich konnte die Augen kaum offen halten. Mir wurde schwarz vor Augen.

Irrenhaus

Ich öffnete meine Augen. Um mich rum konnte ich kaum etwas erkennen. Alles war zu hell. Es war schwierig sich zu bewegen. Der verschwommene Blick wurde langsam klarer. Nun wusste ich wo ich war. Ich lag im Krankenhaus und musste so schnell es geht da wieder raus. Ich bemerkte, dass neben mir ein Mädchen am Tisch saß. Sie las eine Zeitung. Aber ich kannte sie nicht. Schnell merkte ich welche Art eines Mädchens sie war. Sie war eindeutig eine Trendfotze. Sie schaute durch den Raum und sah, dass meine Augen geöffnet waren. Ein lächeln kam hervor. Sie drehte sich zu mir. „Na, da haste ja noch mal Glück gehabt“ sagte sie ruhig. Ich gab ihr keine Antwort. Sie war für mich eine Trendfotze. Ich wollte Trendfotzen keine Antwort geben. „Pass mal auf mein lieber. Wäre ich nicht da gewesen würdest du in diesem Moment wo anders liegen.“ Ich zuckte mit den Schultern. Es war mir egal. „Du würdest wo anders liegen. Mit einem riesen unterschied zu diesem Moment. Du würdest wo anders liegen ohne dass dein Herz schlägt.“ Sagte sie mit ernster Miene. Ich mochte ihre Ausdrucksweise nicht. Außerdem war sie eine Trendfotze. Sie ging mir auf die Nerven. Ich wollte einfach nur raus aus dem Irrenhaus in weiß. Sie schüttelte den Kopf und verließ den Raum. Kurze Zeit später kam ein Arzt in den Raum. Ich setzte mich auf. „Was willst du?“ sagte ich. „Ich wünsche ihnen auch einen guten Morgen“ sagte der Arzt. „Ich muss mit ihnen über ihr Leben reden.“ In mir baute sich nach diesem Satz ein schlechtes Gefühl auf. Ich hatte schon genug Probleme mich selbst zu verstehen und sollte nun wahrscheinlich so einem Arzt erzählen wie schlecht es mir geht. Die Tür öffnete sich erneut. Mit Freude sah ich Jan den Raum betreten. Jan sagte nichts, packte mich und half mir auf. Der Arzt schaute uns verwundert an. Er packte mich und schleppte mich aus dem Irrenhaus zu einem Auto. Am Steuer saß Matze. Als ich einstieg kniff er ein Auge zu und startete den Wagen. „Ich hoffe die Aktion lohnt sich“ sagte Jan. „Schau einmal nach hinten wem wir das Leben gerettet haben“ meinte Matze. Jan zuckte mit den Schultern. Das Auto war wahrscheinlich geklaut. Keiner von uns besaß einen Führerschein. Im Auto musste ich die ganze Zeit an die Trendfotze zurück denken. Wie sehr sie mich nervte, nett war, Zeitung las. Einfach alles das was ich nicht mochte.

Nacht im Wald

Die weiteren Tage verliefen für mich ruhig. Meine Genesung ging voran. Igor sah ich eine lange Zeit nicht. Bis er eines Tages zum Schulhof kam. Er schaute auf den Boden. Aber etwas war anders an ihm. Sein Iro existierte nicht mehr, stattdessen Trug er sehr kurze Haare. Er trug Trend-Klamotten. Ein Hemd mit der Aufschrift „SuperModel“ und so komische Schuhe. Seine Hose war auch nicht zerstört. Traurig schaute er mich an. „Es tut mir leid.“ Sagte er leise. „Hier nimm das als Endschuldigung.“ Sagte er und gab mir einen Geldschein. Es war ein 100€ Schein. Wie in meinem Traum. Verwundert schaute ich ihn an. „Nimm ihn.“ Sagte er mit Tränen in den Augen. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Er drehte sich um und machte sich auf den Weg. „Warte!“ sagte ich laut. Er wendete einen kurzen Blick zurück, ging aber sofort weiter. „Warte! Wo willst du hin?“ Er blieb stehen, aber dennoch mit dem Rücken zu mir. „Denk drüber nach was du hier tust“ sagte er leise. „Bist du glücklich? Willst du immer in den Tag hinein Leben und so enden wie ich“ fragte er. Er drehte sich um. Nun er merkte ich, dass er weinen musste. „Ich hab Krebs“ sagte er. „Nur, weil ich geraucht habe.“ Seine Worte hörten sich verkümmert an. „Überleg dir was du hier tust.“ Sagte er und drehte sich um. Er ging mit schnellem Schritt am Schulgebäude vorbei. Gegen Abende versammelten wir uns alle am Schulhof. Er erzählte ihnen die Geschichte mit Igor. Seitdem verlief der Abend sehr ruhig. Nur ab und zu nahm jemand einen Schluck Korn oder sagte ein paar Worte. Den Rest der Zeit saßen alle auf der Tischtennis-Platte und schwiegen. Nach einiger Zeit bewegte ich mich Richtung Wald um einen Spaziergang durch die Nacht zu machen. Keiner sagte was darauf als ich aufstand und weg ging. Alle schwiegen wie bis her. Der Mondschein war die einzige Lichtquelle, die mir ein wenig Orientierung brachte. Jeden Schritt den ich machte hörte man ein leises Knistern des Waldbodens. Die Grillen zirpten gemeinsam. Die ganze Nacht lief ich durch den großen Wald bis ich plötzlich Stimmen hörte. Sie kamen ganz aus der Nähe. Ich schaute mich um, doch erkannte kaum etwas. Die Bäume standen zu dicht und ließen kein Mondlicht durch. Ich bewegte mich auf eine Lichtung zu. Nach kurzer Zeit erkannte ich, die Zelte, die dort Aufgeschlagen waren. Vor ihnen saß eine Gruppe von Leuten. So an die 4-5 Leute. Als ich ankam richtete ein Kerl mit schwarzen Haaren ein Gewehr auf mich. Alle schauten erschrocken zu mir auf. Wäre ich mir selbst begegnet hätte ich wahrscheinlich auch Angst gehabt. Meine Klamotten und Haare waren Blutverschmiert und rochen nach allen Schnaps- und Biersorten die ich in meinem Leben gesehen habe. Meine Schuhe konnte man nicht mehr wirklich Schuhe nennen. Sie waren völlig zerrissen. Chucks nannte man die damals. Aber ich sah noch normal aus im Gegensatz zu manch anderem von uns. Unter der Lippe hatte ich mir einen Bart rasiert der einen Strich formte. Er ging von der Unterlippe bis zum Kinn und war etwas dünner als meine Nasenbreite. „Nimm die Waffe runter. Der tut uns nichts.“ hörte ich eine helle Stimme sagen. Der Dunkelhaarige senkte seine Waffe. Erleichtert atmete ich auf. „Setzt dich zu uns“ sagte ein Mädchen mit blonden Haaren. Ich setzte mich auf die Decke, auf der sich alle am Boden breit machten. Alle starrten mich an. „Hallo.“ Sagte ich leise kurz und knapp. Ein Grinsen breitet sich in dem Gesicht eines Mädchens aus. Sie kam mir bekannt vor. Ich konnte sie aber nicht so recht zuordnen. Mir viel auf dass das Gewehr nur ein Luftgewehr war. „So Leute! Nun wird es Zeit.“ Sagte einer und holte 3 Flaschen Wodka aus seiner Tasche. Eine Freude baute sich in mir auf, doch ich hielt mich zurück. „Wo sind die Pinnchen?“ fragte ein anderer. Die Pinnchen lagen vor mir auf dem Boden. Ich nahm sie in die Hand und reichte sie ihm. Er nickte mir mit einem Lächeln dankbar zu. Nun saß ich mit mir unbekannten Leuten mitten im tiefsten Wald und trank Wodka. „Kann mir jemand von euch das Datum sagen?“ fragte ich. „20.06“ kam als Antwort. Nun wusste ich, dass es noch 4 Tage bis zu meinem Geburtstag waren. Vor 5 Jahren bekam ich von meinem Vater endlich eine große Gitarre geschenkt. Ich war sehr stolz darauf. Wieder kam alles in mir hoch. Ich versuchte meine Trauer zu verdrängen, aber es war schwer. Ich stand auf und ging zu einem Baum und schaute in die Nacht. Ich dachte daran wie ich immer meinen Geburtstag gefeiert hatte. Jedes Jahr bekam ich einen Marmor Kuchen mit immer einer Kerze mehr drauf. Ich schaffte es jedes Mal alle Kerzen aus zu blasen. Meine Familie applaudierte immer und ich grinste. Meine Trauer war nicht mehr zu halten. Meine Kraft wurde immer weniger und ich sank langsam am Baum zu Boden. schluchzend saß ich da und versuchte mit mir selbst klar zu kommen. Ich ballte meine Hand zu einer Faust und haute immer wieder gegen den Stamm. Ich versteckte meinen Kopf in dem Raum von Beinen und meinem umschlossenem Arm. Langsam fing meine Hand an zu bluten. Doch ich merkte es nicht. Ich kam mit mir selbst nicht mehr klar. „So was ist schwierig oder?“ hörte ich eine Stimme liebevoll flüstern. Ich schaute auf. Meine Augen waren rot und voller Tränen. Da war dieses Mädchen aus dem Krankenhaus. Sie setzte sich neben mich. "Meinem Bruder geht es genau so." sagte sie. Wir hatten beide unsere Blicke nach vorne gerichtet. Eigentlich sah sie ja ganz normal aus, aber meine innere Stimme sagte mir, dass ich sie als Trendfotze abstempeln musste. Deshalb blieb ich stumm. "Willst du nicht mit mir reden weil ich kein Punk bin? Kannst du nur mit Punks reden? Bist du dir zu stolz? Nicht in der Lage sich ganz normal zu unterhalten?" fragte sie. Von mir kam keine Antwort. Ich konnte einfach nicht antworten. Das hätte mir wahrscheinlich meinen ganzen Ruf zerstört. "Pass mal auf!" sagte sie im strengen Ton. "Wir sind beide Menschen, aber mit einem Unterschied. Ich weiß wie man lebt und das wirst du mit deiner Einstellung wohl nie verstehen. Was ist so toll an deinem Lebensstil? Ich denke mal nichts! Du bist nur einfach zu stur um das ein zu sehen. Komm wieder zu dir Junge. Ich sehe doch wie du darunter leidest. Und du machst alles immer schlimmer. Das was du machst ist dich auf den Tot vorbereiten." sagte sie und stand auf. Sie schüttelte den Kopf und sagte: "Euch ist wohl echt nicht zu helfen." Sie verschwand zurück zu den Zelten.

Weihnachten im Sommer

Ich öffnete meine Augen. Vor mir stand ein großer Kerl. Er sah aus wie Robin Hood. Es whr der Förster. "Nun aber ganz schnell raus aus meinem Wald." sagte er. "Ein Wald ist die Wohnung der Tiere und nicht der Penner. Jetzt hau ab hier!" sagte er laut. Er packte mich am Kragen und zerrte mich ein Stück. "Das du dich ja nicht mehr hier blicken lässt" waren seine abschließenden Worte. In der Stadt klaute ich schnell einem Kind seine Pommes. Ich setzte mich auf eine Bank und verschlang meine gerade erstandene Pommes. Ich sah an einer Wand ein Schild. RockFestival! Das war interessant. Ich ging näher zu dem Schild. 4€ Eintritt. Das konnte ich mir schon von der Backe schmieren. Woher sollte ich ganze 4€ bekommen. "Das ist er!" hörte ich jemanden rufen. Ich drehte mich um. 10 Meter von mir entfernt stand das Pommeskind mit zwei großen Männern. Ich lachte. Ich hob meine Arme und lies langsam meine Mittelfinger aus meinen Fäusten hervorkommen. Ich drehte mich um und ging langsam in Richtung Schulhof. "Komm Junge wir kaufen dir eine neue Pommes" hörte man noch einen der Männer sagen. Am Schulhof waren alle um die Tischtennis-Platte versammelt und starrten auf eine schwarze Tasche. Es war die Tasche von Ruschau. Aber Ruschau war nicht am Schulhof. Lutz schrie und stürzte sich auf die Tasche und wir taten das Selbe. Lena bekam seinen Geldbeutel zu packen. Alles wurde ruhig. Jeder Blick war auf den Geldbeutel gerichtet. Sie öffnete ihn und verteilte das Geld auf der Tischtennisplatte. Zusammen waren es ca. 100 €. "Heute ist das Rockfestival" sagte ich. In allen Gesichtern bildete sich ein Grinsen. Wir beschlossen von dem Geld etwas zu Essen, Alkohol und die Eintrittkarten zu kaufen. Für mich war es wie Weihnachten am Schulhof bei 28 Grad im Schatten. Sonst freute man sich schon über 2€. Aber 100€ waren für uns ein Paradies. Jan und Matze gingen los und kauften ein. Sie kamen mit 4 tüten wieder. Die tüten waren gefüllt mit Brot, Nutella, Salami, Zigaretten, Wodka, Korn und Bier. Alle lachten und freuten sich. Manche sprangen vor Freude durch die Gegend. Wir suchten uns Mülleimer und setzten uns auf die Müllereimer um die Platte. Jan öffnete die Tüten und Deckte den Tisch mit unserer Mahlzeit. "Oh Ruschau du bist Zuhause. Geheiligt werde deine Tasche. Dein Geld komme. Unser Besäufnis geschehe. Wie am Schulhof so aufm Konzi. Unser leckeres Brot gib uns heute und vergib uns unseren Diebstahl. Auch wir vergeben unseren Dauerrausch und führe uns nicht zu den Bullen. Denn dein ist das Geld der Alk und die Dummheit. In Ewigkeit. Armen." sagte Jan. Alle lachten und nahmen sich ein stück Brot. Beeindruckend sah es aus wie sich viele das Brot mit den Fingern schmierten. Lutz aß direkt eine ganze Packung Salami auf einem Brot. Als das Essen vertilgt war nahmen wir uns jeder eine Zigarette mit Filter. Am Himmel war keine Wolke zu sehen. Die Sonne schien in voller Kraft auf die Erde. Es war der Ideale Tag um ins Freibad zu steigen. Das Freibad war Spaß und mal eine Reinigung. Wir liefen zum Freibad und stiegen über den Zaun. Wir legten unsere Klamotten auf den Boden und sprangen alle nackt ins Wasser. Ein Bademeister pfiff mit seiner Trillerpfeife und zeigte auf uns. Wir lachten. Von hinten kamen Matze und Lena und schmissen ihn ins Wasser. Jan schwamm auf dem Rücken. Er nahm seinen Penis in die Hand und pinkelte wie ein Springbrunnen. Plötzlich packte ihn der Bademeister in den Haaren und zog in zum Beckenrand. Alle schwammen auf den Bademeister zu. "Verpiss dich, Meister" schrie ich. Und schon sah man Lutz wie seine Faust in die Luft ragte und dann mit voller Wucht in dem Gesicht das Meisters landete. Sofort ließ er Jan los. "Schnell. Holt die Polizei." rief eine entsetzte Frau. Wir liefen zu unseren Klamotten und verzogen uns so schnell es ging aus dem Bad.

Rockfestival

Nun war es soweit. Wir standen also vor der Halle in dem das Rockfestival stattfand. Mit uns standen noch viele andere bekannte Gesichter dort. Unsere ganze Stadt war dort versammelt. Unser schönes kleines Sprockhövel. Die ersten Soundchecks der Bands waren schon bis draußen zu hören. Wir betraten die Halle. Es war sehr voll. Es gab aber noch einen kleinen Vorraum in dem getanzt und Alk verkauft wurde. Toxoplasma sollte also nun Spielen. Wir tranken unsere mitgebrachten Getränke und hatten Spaß. Nun war es 20 Uhr und die erste Band fing an zu spielen. Es war Toxoplasma. Toxoplasma war eine politische Deutschpunkband, die jeden in der Halle zum pogen brachte. Nach einigen Liedern hob mich Lutz hoch und ich wurde von der Menge durch die ganze Halle getragen. Ich landete an der Tür. Das war sehr praktisch, denn ich hatte den Drang die Toilette zu benutzen. Ich lief durch den Vorgang in Richtung Toilette. Im Gang lagen viele Leute. Manche taten es weil sie kotzen mussten. Aber andere saßen auch einfach nur dort und unterhielten sich. Ich ging in die Toilette. Als ich rein kam sah ich auch schon den ersten Kerl, der sich eine Heroinspritze gab. Ein schwules Paar küsste und befummelte sich am Waschbecken. Ich ging durch zur Pissrinne, wie wir sie nannten. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon sehr besoffen. Nach meinem Toilettenbesuch ging ich durch zur Vorhalle um die Reste aus den Biergläsern zu trinken. Viele Leute tanzten zu den bekannten Schlagersongs, die dort gespielt wurden. An der Theke saßen alte Männer mit roten Nasen. Die typischen Alkoholiker. Plötzlich sah ich ein volles Bier vor meiner Nase. Von hinten umschlung mich ein Arm, während der andere Arm mir ein Bier vor die Nase hielt. Ich war verwundert. Wer umarmte mich wohl dort von hinten. Die Umarmung wurde lockerer. Die Hand mit dem Bier verschwand nach hinten. Da trat die "Trendfotze" vor mich. Die aus dem Krankenhaus. Sie hielt das Bier in meiner Augenhöhe und Bewegte es um mich zu locken. Sie nahm einen großen Schluck und ging ein paar Schritte zurück. Ein Grinsen bildete sich in ihrem Gesicht. Ein Lied von den Böhsen Onkelz ertönte und die Menge fing an mit zu singen. Sie gab mir mit ihrem Finger ein Zeichen, ich sollte zu ihr kommen. Ein neuer großer Schluck leerte das Glas immer mehr. Vorher hätte ich nicht gedacht, dass sie so trinken konnte. Ich verliebte mich. Das Bier sah so lecker aus. Man musste sich einfach in das Bier verlieben. Meine Innere Stimme sagte mir dass nun die Zeit gekommen wäre ihr Bier zu klauen. Ich ging auf sie zu. Sie setzte sich auf einen Tisch und stellte das Bier hinter ihren Rücken. Nun stand ich vor ihr. Ein neues Lied begann. Das Lied hieß "Nacht für Nacht" von den Wohlstandskindern. Sie grinste mich an. Plötzlich packte sie mich am Shirt und riss mich an sich. Sie schob mir die Zunge in den Hals. Von diesem Moment an wusste ich, dass mit mir etwas nicht Stimmte. Gedanken gingen mir durch den Kopf während wir uns küssten. Ich dachte daran wie ich sagte ich werde niemals eine Trendfotze auch nur anfassen. Aber jetzt war sie für mich keine Trendfotze mehr. Ich hatte Angst mich zu verlieben. Doch ich konnte es nicht stoppen. Die Gefühle in mir wuchsen, je länger wir uns küssten. Ich hatte mit einem schlechten Gefühl gerechnet welches mir ins Gewissen redet und mich davon abhält sie zu küssen, aber ich konnte es nicht lassen. Ihre Hände streichelten zärtlich meinen Rücken. Dieser Kuss war so intensiv das ich währenddessen viel Nachdenken musste. Ich dachte auch darüber nach wie Igor damals vor Hunger die Kotze von Jan verspeiste und mir wurde ruckartig schlecht. Ich hörte auf sie zu küssen. Sie schaute mich mit einem verführerischen Blick an und fragte mich was mit mir sei. "Ich muss übelst Kotzen" sagte ich. Sofort nahm sie meine Hand und zerrte mich aufs Klo. Vor dem Klo verging mir der Kotzreiz. Nun standen wir beide vor dem Klo und schauten in die Schüssel. Wir schauten uns gleichzeitig an und lachten. Der Tisch musste nun wieder dran glauben. Wir küssten uns ergiebig bis wir plötzlich gestört wurden. Ihr Bruder stand mit finsterem Blick vor uns. Er packte mich, riss mich weg und drückte mich an eine große Fenstertür. "Bist du bescheuert?" fragte er mich. Er war mindestens 3 Köpfe größer und 200000000 N stärker als ich. Erschrocken schaute ich ihn an. Sein pinker Iro glänzte im bunten Licht. "Bist du dir im Klaren was du da tust? Willst auch in die Spießerwelt eintreten? Wie meine Schwester? Junge lass es sein. Die ist nichts für dich. Wir sind Punker und die Sind Kapitalisten. Hast dus immer noch nicht gecheckt?" Er ließ mich los und ich fiel zu Boden. Seine Schwester kam direkt zu mir angerannt. "Anna verpiss dich. Du bist nix für den." schrie er. Sie gab mir einen Kuss und verschwand weinend in der Nacht. Ich setzte mich an einen Tisch und trank ihr Bier. Als ich zum letzten Schluck ansetzte sah ich meinen alten Freund Benny mit seiner Freundin Janine. Benny sah nicht gut aus. Sein Gesicht war weiß. Weiß wie Kreide. Er hatte schwarzen Lippenstift aufgetragen. Die Augen Schwarz umrandet. Ein schwarzer langer Mantel verdeckte seine restliche schwarze Kleidung. Er hatte sich einen Zopf über der Stirn gebunden. Die Haare im Zopf hatte er Zackenartig nach oben gestellt. Der Rest des Kopfes war kahl rasiert. Janine trug ein schwarzes Kleid. Sah irgendwie mittelalterlich aus. Ihre sehr langen schwarz gefärbten Haare hatte sie zu einem Zopf gebunden. Da erblickten sie mich. Ich lächelte den beiden zu. Aber sie erwiderten mein Lächeln nicht. Im Gegenteil, beide schauten mich nur böse an. Vielleicht lag es aber auch nur an der Schminkart die sowieso schon ein böses Gesicht darstellen sollte. Da entdeckte ich ihre guten absichten. Sie kamen mit drei Bier auf mich zu. Das Wasser lief mir Mund zusammen.

Dunkle Bekanntschaften

Es war nun schon halb 6 am Morgen und die ersten Putzkräfte trafen ein. Ich saß dort mit Benny und Janine und wartete auf die netten Sicherheitsleute, die uns rausschmeißen sollten. Nun trafen sie auch schon ein. Ich trank mein Bier und das von Janine leer und wir machten uns auf den Weg in Bennys Wohnung. Ich war nie zuvor dort gewesen. Es war unheimlich. Benny und Janine hatten eine Leidenschaft für Katzen entwickelt und entschlossen sich in der Wohnung eine Art Opfertisch einzurichten. Neben dem Opfertisch waren noch die Überreste mehrer Katzen zu erkennen. Irgendwie fand ich das ekelig. Janine nahm aus einem großen alten Schrank eine Weinflasche und zeigte sie mir. Doch sie sprach natürlich nicht. Das war für Janine äußerst ungewöhnlich. Sie sprach nur bei Vollmond. So schnell verändern sich alte Freunde. Immerhin hatte ich Janine seit ein paar Jahren nicht gesehen. Sie war für mich immer eine Art Familienmitglied. Ich hatte meine komplette Kindheit mit ihr verbracht. Mit der Flasche in der Hand ging sie zu einem anderen Tisch und nahm eins der vielen Gläser. Sie schüttete das Glas voller Rotwein und kniete sich vor mich. Es kam mir zu dem Zeitpunkt schon merkwürdig vor. Benny saß gegenüber von mir und schaute sich das Geschehen an. Janine schaute nach draußen. Durch das blutbespritzte Fenster war der Mond zu erkennen. Kerzen beleuchteten den Raum. Benny zündete sich eine Zigarette an. Janine kniete immernoch vor mir und hielt das Glas vor ihren Augen. Plötzlich fing sie an leise Worte zu sprechen: "Merkus insolum irganda. Alagom insum astorus." ihre Stimme klang böse. Sie konzentrierte sich auf ihre Worte und auf das Glas Wein. Mir lief ein Schauer über den Rücken. "Origon asolum erganos Patorum." So langsam reichte mir ihr komisches Gerede. All das nur für ein Glas Wein. Sie beendete ihr Gefasel mit den Worten "Nun sei du es, der die Macht vollbringt und unseren Kelch mit würde verzehrt." Ich musste lachen. Was sollte das? So ein scheiß Gelaber wegen einem kleinen Glas Wein. Ich wollte danach noch mehrere Gläser trinken. Sollte jetzt jedes Mal so ein Gerede kommen? Sie reichte mir das Glas. Nun endlich konnte ich mich weiter besaufen. Ich setzte zum trinken an. "Warte!" sagte Benny. "Rutos Korus Agento" fügte er als letzten Satz hinzu. Ich musste wieder lachen. "Was soll der Scheiß?" fragte ich. "Nun trink" sagte Benny. Ich setzte erneut zum trinken an und nahm endlich den ersten Schluck. Doch es war nicht das was ich erwartet hatte. Der Wein schmeckte in keinster Weise nach Wein. Er war dickflüssig. Und sehr warm. Mir wurde schlecht. Aber ich dachte, dass es am vielen Alkohol, der schon in mir steckte lag. Ich nahm einen erneuten Schluck. Janine setzte ein böses Lächeln auf. Nun realisierte ich den Geschmack. Es war Blut. Mir wurde schwindelig. Ich stand auf. Alles drehte sich um mich herum. Mir wurde von Sekunde zu Sekunde immer schlechter. Plötzlich passierte es. Ich kotzte Blut. Ich fiel zu Boden. Janine und Benny lachten gehässig. Ich kotzte nochmals auf den Boden. Benny nahm das Glas an sich und schüttete es über meinen Kopf. das Blut lief mir den Nacken hinunter und ich übergab mich erneut. Ich schleppte mich zur Tür. Wo war ich hier nur gelandet? Ich öffnete die Tür und stürmte raus. Draußen viel ich erneut zu Boden und schürfte mir beide Knie blutig. Doch ich richtete mich wieder auf um weit weg von diesem Ort zu kommen. Ich lief so schnell wie es in meinem Rausch ging weiter und immer weiter. Unter einem passenden Baum mitten auf einer großen Wiese ließ ich mich fallen. Ich zitterte am ganzen Körper. Die Angst hatte mich gepackt. Nach einiger Zeit schlief ich ein.

Ein Freund kehrt zurück

Am nächsten Morgen weckte mich eine Kuh mit einem lauten Muh! Ich lag mitten auf einer großen Wiese. Ich war umgeben von vielen Kühen welche auf der Wiese grasten. Es war der Ideale Augenblick für einen Schluck Milch. Ein Bauernjunge hatte mir mal gezeigt wie man bei so Tieren Milch zapft. Es war ein schöner Tag voller Sonnenschein. Ich zapfte einen Schluck Milch in meinen Mund und machte mich auf den Weg. Doch ich wusste nicht in welche Richtung ich gehen sollte. Vor mir lag ein Wald und hinter mir eine riesige Wiese die an einem großen See endete. Ich beschloss mich durch den Wald weiter fort zu bewegen. Die Äste knackten unter meinen Schuhen. Vögel zwitscherten fröhlich und die Sonnenstrahlen drangen durch die Blätter. Nach einigem wandern kam ich an einer kleinen Holzhütte an. Es war nichts besondres. Die Hütte sah er nach einem Müllhaufen als nach einer Hütte aus. Die Wände und das Dach waren mit Bändern aus Plastiktüten zusammen geschnürt. Ich betrachtete die Hütte. Auf einer Wand war ein großes Anarchie-Zeichen abgebildet. Ich schaute zum Eingang. Nun wurde mir klar, dass jemand darin lag. Ich ging auf die Tür zu um leise in die Hütte zu schauen. An der Tür angekommen streckte ich vorsichtig meinen kopf in die Hütte und erkannte Igor auf dem Boden. Er schlief mit weit geöffnetem Mund. Er hatte seine alten Klamotten wieder an. Freude durchdrang meinen Körper so dass ich laut "GUTEN MORGEN" schrie. Igor schaute auf und erschrak "AAAAAAAAAAAAAH! GEH! GEH WEG!". "Ruhig Junge. erkennst du mich nicht?" "Doch! Aber deine Haare und dein Gesicht.!" "Was ist mit meinen Haaren?" fragte ich. "Alles voller Blut. Wen hast du umgebracht du kranker Kerl?" fragte er ängstlich. "Hey. Jetzt hör mal auf. Ich hab niemanden umgebracht. Aber ich dachte, dass ich umgebracht werde." erwiderte ich. Erleichterung machte sich breit. "Nu erzähl schon wer dich umbringen wollte." "Benny und Janine! Naja sie wollten mich nicht umbringen aber du weißt ja wie die sind." "Achso, na dann. Ich dachte schon du wärst unter die Serienkiller gegangen." "Und du bist jetzt der Waldschraat aus Sprockhövel?" fragte ich lachend. "Haha. Ich habs im Krankenhaus nimmer ausgehalten. Das ist so grausam da. Scheiß Chemotherapie. Mit saufen kann man das auch bekämpfen." sagte er. Auf diese Aussage viel mir nichts mehr ein. Ich wusste, dass er falsch dachte. Doch ich wusste nicht wie ich ihm helfen sollte. "Schau mal was ich gefunden hab." sagte er. Ich schaute auf die Mütze, die er in der Hand hielt. Es War so ne Jamaika Mütze mit falschen Rastalocken dran. Ich lachte. Die Mütze nutzte er um seine Glatze zu verbergen. Nun saßen wir im Wald und redeten über die letzten Geschehnisse. Ich war glücklich, dass Igor zurückgekehrt war. Er erzählte mir wie er Sex mit einer gewissen Samanta hatte. Und das auch noch im Krankenbett im Krankenhaus. Wie er der dicken Krankenschwester dabei an den Arsch packte. Nur eins wunderte mich. Warum kam er zurück? Er war vorher am Boden zerstört und nun war er wieder voll dabei. Er war doch so überzeugt davon anders zu leben und nun lebte er wieder so wie ein Punk zu leben hatte. Naja, vielleicht nicht ganz. Er war ja jetzt "der Buschpunk". Hehe. Das wichtigste war jedoch, dass er wieder zurück war. Ich merkte aber, dass er doch nicht mehr der alte war. Nicht so aggressiv und dumm wie vorher. Im Gegenteil. Er kam mir so vernünftig vor. Irgendwie war es komisch. Aber ich wusste, dass er im Inneren immernoch der Alte war. Ich erkannte eine Schachtel Zigaretten in seiner Hosentasche. "Gib ma eine" sagte ich zu ihm. "Ne ich hab nur noch 3." "3 auf einmal?" fragte ich verwundert. "Das ist ja wie Weihnachten. Gib ma eine wenn du schon so viele hast." Igor grinste und griff in seine Tasche. "Wie kommts das du im Wald wohnst?" fragte ich ihn. "Hier finden mich die Ärzte nicht. Außerdem ist es ja nur zum schlafen." Er gab mir eine Zigarette und reichte mir zusätzlich noch ein goldenes Feuerzeug. "Wo hast du das denn her?" "Vom Chefarzt persönlich." antwortete er. "Wow! Der ist aber nett" Er lachte. "Du glaubst doch nicht im ernst, dass er mir das geschenkt hat. Ich habs im geklaut." "Achso!" sagte ich. "Ich hab Hunger" sagte Igor mit knurrendem Bauch. Er war zurück. Der alte Igor, welcher immer ans essen dachte. Der gute alte Igor. Igor der alte Grieche. Er war zwar kein Grieche aber wir nannten ihn Igor den alten Griechen. Er hieß eigentlich auch Gregor. Aber Igor passte besser. Igor war sein Spitzname. "So. Solln wa?" fragte er. "Auf gehts" erwiderte ich und stand auf. Er folgte mir aus der Hütte. Nun hatte ich jemanden, der mich aus diesem Wald raus bringen konnte. "So wir müssen jetzt über die sieben Berge zu den sieben Bieren." sagte er lachend. Ich haute ihm mit der flachen Hand vor die Stirn. Ihm fiel die Mütze vom Kopf. Plötzlich holte er aus und wollte mich mitten ins Gesicht boxen. Ich wich aus. "Bist du blöde?" sagte er laut. Seitdem er den Tumor hatte war er sehr verletzbar am Kopf. Als wir aus dem Wald raus waren kamen wir an einem Bauernhof an. Dort war eine Katzenzucht. Plötzlich sah ich Benny mit einer Katz über den Hof laufen. Er zückte ein Messer und trennte den Schwanz der Katze ab. Er hob die Katze und lies das Blut langsam in eine Weinflasche tropfen. "Komm schnell weg hier" flüsterte ich zu Igor. Wir gingen im schnellen Schritt auf den Feldweg zu. Wir schauten zurück während wir immer schneller wurden. Zwischendurch warfen wir kurze Blicke nach vorne. Benny erblickte uns. Nun war es klar. Wir mussten rennen. Wir schauten direkt nach vorn und sahen vor uns Janine. ruckartig blieben wir stehen. Sie hielt im arm eine kleine Katze und streichelte sie. Sie schaute uns mit einem bösen Lächeln an. Die Katze in ihrem arm schnurrte. Ihr unheimliches Lächeln verschwand aus ihrem Gesicht. Sie ging mit langsamen Schritten auf uns zu. Weit hinter uns war Benny zu sehen, der die langsam verblutende Katze noch immer in der Hand hielt. Doch nichts passierte. Janine ging einfach nur an uns vorbei. Ihre schmierigen schwarzen Haare waren heute besonders gut zu erkennen. Die Sonne glühte heute stark. Der Himmel war blau. Nur ein paar kleine Wolken waren zu erkennen. Wir gingen weiter den Feldweg entlang. Auf dem Weg gingen mir unheimliche Fragen durch den Kopf. Hatte Benny den Katzenzüchter umgebracht? Oder war der Züchter damit einverstanden was die beiden mit seinen Katzen taten? Trinken die beiden das Blut wohl auch selber? Meine Nackenhaare stellten sich auf. Der Gedanke brachte mir ein ungutes Gefühl.Der Gedanke brachte mir ein ungutes Gefühl.

Unglück im Freibad

Igors Rastalocken wackelten bei jedem Schritt. Nun konnte man schon den Kirchturm erkennen. Es war also nicht mehr weit. An der Kirche angekommen sahen wir Lena auf den Außentreppen sitzen und Brötchen verspeisen. Es war natürlich klar, dass sie und was abgeben würde. Ein sehr gutes Frühstück war es. Der Geschmack von gutem Mehl mit anderen Zutaten. Sehr lecker. Lena erzählte uns davon wie sie mit Lutz die letzte Nacht verbrachte. Sie haben Pferd und Reiterin gespielt. Es scheint ihr großen Spaß gemacht zu haben. Sie erzählte es voller Emotionen. Ich weiß nicht ob man das so nennen konnte aber sie waren so zu sagen ein Paar. Aber beide hatten natürlich noch mit Anderen Sex. Sonst hätte das ja dem Ruf geschadet. Es war so ein schöner Tag. Er war Ideal für einen Freibadbesuch. Ich betrachtete das Leben als einen riesigen Spielplatz auf dem man immer mit allen Situationen spielen konnte. Also auch mit dieser. Ich zog mich nackt aus und rannte auf den Zaun vom Freibad zu. Den Zaun überwand ich mit Leichtigkeit und die ersten Mütter im Freibad begannen ihren Kindern die Augen zu zu halten. Wie sollte es auch aussehen wenn jemand, mit von Katzenblut rot gefärbten Haaren nackt ins Freibad ohne zu zahlen über einen Zaun kam. Ich musste jetzt schon lachen. Ich rannte über die Wiese, sodass mich jeder dort sehen konnte. Alle schauten mir erschrocken hinterher. Nach dem Abstecher über die Wiese rannte ich zum Schwimmbecken. Dort erwarteten mich auch schon 4 Bademeister. Aber das war ja nicht das Problem für mich. Viel schlimmer fand ich, dass Matze ebenfalls nackt auf dem Sprungbrett tanzte. Ich stürmte an den Bademeistern vorbei um Matze zu begrüßen. "Warum klaust du mir meine Idee?" fragte ich ihn als er vor mir stand. "Du hast meine Idee geklaut du Arsch" antwortete er. Da standen wir nackt vor einander und diskutierten. Niemand bewegte sich außer uns beiden. Alle schauten uns nur schweigend an. Ich ging zu einer Liege auf der eine Badetasche lag und klaute mir eine Badehose. Nun stand nur noch Matze nackt da. Da kamen auch schon die Bademeister. Ich hatte mich die ganze Zeit schon gefragt, wo die bleiben. Matze stellte sich aufs Sprungbrett und sagte: "Kommt nicht näher oder ich springe" Ich lachte. "Oh man Junge." sagte ich. "Kommt nicht näher oder er springt" wiederholte ich. Die Bademeister blieben stehen worauf wir laut lachten. Einer schüttelte den Kopf und führte die Männer zu uns. Keiner von uns beiden wusste eine bessere Lösung als ins Wasser zu springen. Also taten wir es. Matze landete mit dem Bauch auf dem Wasser. Es gab einen lauten Klatsch. Nun mussten wir so schnell es geht es dem Wasser und weiter über die Wiese auf der immernoch erschrockene Personen saßen. Der komplette Zaun war mit Stacheldraht überzogen. Außer eine Stelle. Diese Stelle machten wir uns in der Regel zu nutzen. Doch heute hatten wir keine Chance. Vor der Stelle stand ein Polizeiwagen und wartete schon auf uns. Kurz vorm Tor blieben wir stehen. Hinter uns kamen ebenfalls Polizeibeamte über die Wiese gelaufen. Wir waren verloren. Die Polizisten kamen immer näher. Die Bademeister waren auch nicht mehr weit weg. Hecktisch schauten Matze und ich uns um. Wir waren umzingelt. Es durfte nicht sein. Nie erlebten wir zuvor so eine Niederlage gegenüber den Gesetzeshütern. Besonders Matze und ich. Wir waren das perfekte Team wenn es um sowas ging. Die Polizisten zückten ihre Schlagstöcke. Ich schaute Matze an. Er lächelte. Als würde er die ganze Situation lustig finden. Er streckte seinen Arm nach vorne und zeigte seinen Mittelfinger. Natürlich tat ich es dann auch. Die Polizisten schauten uns böse an. Nun war es soweit. Wir wurden überrannt. Ich sah wie Matze mit dem Kopf gegen einen Eisenbalken des Zauns schlug. Sofort danach packte mich ein Schub. Ich wurde an den Zaun hinter mir gepresst. Ich sah eine Hand auf mein Gesicht zu kommen. Ich versuchte mich mit allen Mitteln zu wehren. Aber ich hatte keine Chance. Sie hielten mir die Augen zu. Keiner sagte ein Wort. Alle schwiegen. Man konnte nur Matzes schmerzerfülltes Atmen hören. Das plätschern des Wassers im Schwimmbecken war ebenfalls zu hören. Die Vögel zwitscherten fröhlich, wärend wir eine zutiefst erniedrigende Niederlage erlitten. Drei Polizisten zogen mich über die Wiese zum Eingang. Ich hörte Matze neben mir schreien: "Nein!! Verpisst euch! NEEEEEIIIIN!" Wir wurden in einen großen Wagen gezerrt. Uns wurden immernoch die Augen zu gehalten. Ein Getuschel vieler Menschen war zu hören. Matze schrie immernoch vor sich hin. Er konnte es nicht fassen so gedemütigt zu werden. Ich hörte die Tür zuknallen. Die Polizisten ließen ihre Griffe lockerer, der Wagen startete. Matze hörte plötzlich auf zu schreien. Auch die Hand entfernte sich von meinen Augen. Ich sah wie Polizisten Matze eine Zwangsjacke anzogen. Er starrte mit aufgerissenen Augen auf die Beamten. Verzweifelt schüttelte er den Kopf. Ein großer Polizist sprach mich an: "So mein Junge. Du bleibst Jetzt schön ruhig, damit du nicht auch so ne Jacke bekommst. Ok?" Ich schaute ihn böse an. Antwortete aber nicht. Der Bodenbelag verschlechterte sich. Alle wurden im Wagen kräftig durchgerüttelt. Die Beamten um mich rum hielten sich fest um nicht um zu fallen. Matze saß noch immer da und starrte mit großen Augen auf die Tür. Die ganze Zeit nur auf die Tür. Mir kam es so vor als würde er garnicht blinzeln. Ich sah wie wir auf die Wachen in Bochum zukamen. Warum hatten sie uns ausgerechnet nach Bochum gebracht? Wir fuhren auf einen Hinterhof. Der Motor wurde ausgemacht. Die Tür öffnete sich. Ein Mann im dunklen Anzug stand nun dort. Matze starte noch immer in die gleiche Richtung. Er sah richtig krank aus.

Bochums Innenleben

Sie schleppten uns in das Gebäude. Matze schoben sie in eine Zelle. Mich aber setzten sie auf einen Stuhl. Der Raum war kalt und leer. Man hörte niemanden sprechen. Nur ab und an hörte man mal ein Klingeln, Schritte und leises husten aus dem Raum nebenan. An der Wand hing ein Bild von einem Mädchen. Sie war Hübsch. Jetzt erkannte ich sie wieder. Es war die Trendfotze, welche mich gerettet hatte. Die, die mir im Wald zuhörte, mit der ich am Rockfestival liebevolle Erlebnisse hatte. Alle Erinnerungen an sie kamen in mir hoch. In mir entwickelte sich wieder ein kribbelndes Gefühl. Ich schaute weiter auf das Bild von Anna. Mein gefühlvolles Geträume wurde aber auch wieder von einer knallenden Tür unterbrochen. Ich erschrak. Vor mir stand ein Mann. Er trug ein weißes Hemd und eine schwarze Hose. Seine Ärmel waren gut gefüllt, weil der Mann sehr kräftig war. Seine Muskeln spannten sich an als er einen Stuhl zurück zog und sich drauf setzte. Ich schaute wieder auf das Bild von Anna. "Gefällt dir meine Tochter?" fragte der Mann. Ich schaute ihn verwundert an. Es konnte nicht sein das dieses wundervolle Geschöpf eine Bullentochter war. "Na sag schon. Gefällt sie dir?" fragte er erneut im freundlichen Ton. "Ähm. Ja. Eigentlich schon." antwortete ich. Er lächelte und nahm eine Akte aus seiner Tasche. "Kowalke also. Daniel Kowalke. Aha aha. Aaaach so einer bist Du. Ja aha. Gut." redete er vor sich hin. Ich schaute wieder auf das Bild von Anna. Ich wollte sie gerne wieder sehen. Natürlich nur so. Punks durften sich ja nicht verlieben. Nein, nein. Das durften sie nicht. "Ihr Gefährte hat eine Überdosis an Crack zu sich genommen." sagte er mit ernster Miene. "Wussten Sie das?" fragte er. "Nein. Ich wusste es nicht. Ich hab ihn nur zufällig im Freibad getroffen." Er kramte eine Brille aus seiner Tasche und setzte sie sich auf die Nase. "Also Herr Kowalke. Nachweisen können wir ihnen leider nichts. Aber sollten sie weiterhin negativ auffallen, müssen sie leider mit einer Geldstrafe rechnen. Ich nickte ihm zufrieden zu. Er streckte mir seine Hand hin. Ich erwiderte seine Geste und verabschiedete mich von ihm. Vor zwei Stunden hätte ich nicht dran gedacht überhaupt so mit einem Polizisten um zu gehen. Ich trat aus dem Zimmer und kam auf einem Flur an. Links und rechts waren viele Türen. Ich ging weiter zu einem Fahrstuhl und fuhr damit runter zur Information. In der Eingangshalle saßen viele Leute und warteten auf irgendetwas. Alle schauten mich erschrocken an. Als hätten sie nie jemanden wie mich gesehen. Ich lachte und zeigte dabei auf die starren Leute. An der Information saß ein junges Mädchen. Wahrscheinlich eine Auszubildende. "Kannst du mir sagen wann ein gewisser Matthias Koch wieder hier raus kommt?" fragte ich. "Moment ich seh nach. Ahja, er muss seinen Rausch erst vollständig überstanden haben. Danach wird er noch mit einem Therapeuten sprechen. Der selbe Herr, welcher mit ihnen gesprochen hat. "Dann darf er raus." antwortete sie. Ich bedankte mich und machte mich auf den Weg zur Eingangstür. Ich setzte mich auf die Treppe welche von Draußen zum Eingang führte. Ich kam in Gedankenkonflikte. War nun der Vater von Anna nur ein Therapeut oder ein Bulle? Was war mit Matze? Woher sollte ich das nächste Bier bekommen? Alle diese Fragen beschäftigten mich. Wegen dem langem Nachdenken verging die Zeit auch recht rasch und schon stand Matze hinter mir. Wir sprachen über unsere Erlebnisse in dem Gebäude. Bei Matze war es nicht so interessant, weil er dem Mann keine Antwort gegeben hatte. So liefen wir also durch Bochum. Die Stadt in der es möglich war mitten in der Nacht einen warmen Platz bei Mäc Donälds zu haben. Die Dämmerung brach schon ein. Und wir hatten immernoch kein Bier. Um diese Uhrzeit bekam man nurnoch Bier am Kiosk. Und dort war es verdammt schwer einen Kasten zu klauen. Das nächste Kiosk war ganz in der Nähe. Wir hatten keine Wahl. Es war der einzige Ort an dem wir noch Alkohol bekommen konnten. Durch die Straßen liefen typische Discobesucher, die schon um 9 in die Disco gingen. Das Kiosk lag nun direkt vor unserer Nase. Es war ein kleines rundes Gebäude mitten in der Fußgängerzone. An der Kasse saß ein alter Mann mit einer Zeitung vorm Gesicht. Nun war es unsere Aufgabe umsonst an Bier zu kommen. Nur wussten wir nicht wie. Ein alter Mann und ein Kasten Bier. So schwer konnte es doch nicht sein. Matze ging auf den Mann zu. "Haben sie Bier?" fragte er im frechen Ton. Der Mann antwortete nicht. "Haben sie Bier!?!" sagte Matze in lauterem Ton. "Werd nicht frech." hörte Mann seine dunkele Stimme hinter der Zeitung hecheln. "Geben sie uns schon das Bier und es wird keine Probleme geben." erwiderte Matze. Der Mann lachte leise. Aber sein Gesicht kam noch immer nicht zum Vorschein. Er senkte die Zeitung. Matze trat vor Schreck einen Schritt zurück. Der Anblick war schrecklich. So was hatte ich nie vorher gesehen. Ich fing an zu schwitzen. Matze stand wie steif da und regte sich nicht. Es war grauenvoll. Der Mann war kein Mann. Er war eine Frau. Sie nahm sich eine Zigarette und zündete sie an. Ihre Hand bewegte sich zu dem Bierkasten und streichelte darüber. Die Haare waren so blond gefärbt, dass sie schon weiß aussahen. Der Lippenstift war dick auf ihren kaputten Lippen aufgetragen. Sie kratze sich im Gesicht, worauf sich Hautschuppen lösten und langsam auf die Theke rieselten. Ihre Augen schielten auf Matze, der immernoch fassungslos da stand. "Bah" hörte man ihn immer wieder sagen. "Den könnt ihr haben" sagte sie mit ihrer dunklen Stimme in zeigte auf den Kasten Bier. Der Schreck war nun nurnoch halb so wild. Erleichtert nahmen wir den Kasten an. Doch sie stoppte und hielt ihn kraftvoll fest. "Unter einer Bedingung." Wir erschraken wieder. "Einen Kuss von dir." sagte sie mit einem grinsen. Man konnte ihre Stümmel von Zähnen im Mund erkennen. Sofort ließ ich den Kasten los und musste mich übergeben. Gebeugt stand ich nun da und musste kotzen. Matze riss den Kasten an sich und rannte los. Ich folgte ihm. Wir rannten auf einen Bus zu welcher die Türen noch geöffnet hatte und sprangen hinein. Die Fahrgäste schauten uns wieder erschrocken an. Aber das waren wir ja Gewohnt. Es war der Bus, der nach Sprockhövel fuhr.



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung